Yoga der Meditation - Sammlung, Freude und Einsicht

Yoga-Matinée: Geleitete Meditation und Philosophie

Datum: Samstag, 29. September 2018, 9.15 – 11.30 Uhr

Ort: Lindenrain 1a , 3012 Bern

Teilnehmer: Für Neu-Einsteiger und Erfahrene, auch Nicht-Kursteilnehmer willkommen

Kosten: Fr. 20.--

Leitung und Anmeldung: Robert Jordi, Brunnmattstrasse 71, 3007 Bern

Tel: 031 302 87 37         e-mail: rjordi@vtxmail.ch

 

Yoga ist keine Ideologie. Erforderlich ist Interesse zur Erforschung der menschlichen Beziehung und der objektiven Welt. Dieses Interesse ist die Grundlage.

 

Meditationsübungen

Achtsamkeit üben, heisst zu lernen, zu ergründen und zu verstehen „was wirklich ist“.Die Einzelheiten der Uebungen werden anschliessend in der Yoga-Philosophiestunde erläutert und diskutiert.

 

Philosophie: Der klassische Leitfaden (Sutren) des Patanjali

Zweiter Teil: Ueber die Uebung

Der Weg gegen die Strömung (Sutren 10-17)

Die leidvollen Wirkungen des karma (Sutren 2.12-2.14).

 

Patanjali weist uns darauf hin, dass etwas von unseren Gedanken und Taten die geschehen sind, Konsequenzen haben können, auch wenn diese Konsequenzen nicht sichtbar sind. 

Sutra 2.13

Wenn diese Wurzel (der leidvollen Spannungen) lebendig ist, sind ihre Ergebnisse die Geburt, die Lebensdauer und die Lebenserfahrung.

                                                                                        P.Y. Deshpande

Oder; So lange als diese Wurzel (Speicher) existiert, wird sie zum Lebenszustand reifen, in der Lebensdauer und Lebenserfahrung (schmerzhaft und angenehm)                                         Dr, Jayadev

 

sati-mule-tadvipakajjati-ayuh-bhogah

sati: im Gegenwärtigen sein

mule: an der Wurzel

tat: von jenem

vipakah: reifen, Reife

jati: Art der Geburt

ayuh: Lebensdauer

bhogah: Erfahrung

 

„Ein Baum trägt Samen, aus dem wieder ein anderer Baum hervorgeht. All unser gegenwärtiges Tun ist eine Folge früherer samskaras und wird, zu samskaras geworden, wiederum die Ursache späterer Taten sein.“            Vivekananda

 

 

Meditationsübung: Liebende Zuwendung

„Die Vier unermesslichen Geisteshaltungen“ (im Yoga: parikarmas, im Buddhismus: brahma-viharas).

Alle Wesen

Mögen sie von Feindschaft frei sein.

Mögen sie von übler Behandlung frei sein.

Mögen sie von Sorgen frei sein.

Mögen sie ihr eigenes Glück beschützen.

Mitgefühl

Alle Wesen

Mögen sie von Leiden frei sein.

Mitfreude

Alle Wesen

Mögen sie von ihrem erlangten Glück nicht getrennt sein.

Gelassenheit

Alle Wesen

Sind die Besitzer ihrer Taten (kamma).

Erben ihrer Taten.

Geboren aus ihren Taten.

Welche Taten sie auch immer ausüben

für Gut oder Böse

sie werden die Erben davon sein.

 

                                                            Uebersetzung aus dem Pali