Yoga der Meditation - Sammlung, Freude und Einsicht

Yoga-Matinée: Geleitete Meditation und Philosophie

Datum: Samstag, 9. Dezember 2017,   9.15 – 11.30 Uhr

Ort:  Lindenrain 1a , 3012 Bern

Teilnehmer: Für Neu-Einsteiger und Erfahrene, auch Nicht-Kursteilnehmer willkommen

Kosten: Fr. 20.--

Leitung und Anmeldung: Robert Jordi, Brunnmattstrasse 71, 3007 Bern

Tel: 031 302 87 37  e-mail: rjordi@vtxmail.ch

 

Meditationsübungen

Achtsamkeit üben, heisst zu lernen, zu ergründen und zu verstehen „was wirklich ist“.

Die Einzelheiten der Uebungen werden anschliessend in der Yoga-Philosophiestunde erläutert und diskutiert. 

 

 

Philosophie: Der klassische Leitfaden (Sutren) des Patanjali  

 

Zweiter Teil:   Ueber die Uebung                    

C   Der Weg gegen die Strömung;   Sutren 10-17

Die Ursache des Leidens:

Patanjali erklärt nun, Schritt für Schritt, wie die aus den

leidvollen Spannungen (kleshas) entstehenden Modifikationen des

Geistes (vrttis) aufzulösen sind. Die Leitsätze und dem entsprechenden 

Praktiken werden systematisch dargelegt. 

 

„Meditation ist eines der großen Mittel, diese Wellen am Entstehen zu hin­dern.“

Vivekananda

 

Zweiter Teil:   Ueber die Uebung  (Sutren 10-17)

Der Zustand von dhyana (Meditation) wird von Patanjali beschrieben als „Ein steti­ges Fliessen von Wahrnehmung. Ein ständiges (geistiges) Strömen hin auf ein Ob­jekt:“  Während einer Dauer fluktuiert der fokussierte Geist zwischen verschiedene­n Aspekten eines Objektes. Die „Ich-heit“ verbleibt.

 

Sutra 2.11

Die seelisch-geistige Vorgänge, die von ihnen hervorgerufen werden, sind durch Meditation aufzulösen.

 

dhyānaheyāḥtad-vṛttayaḥ

ध्यान हेयाः तद्वृत्तयः

 

dhyāna = Meditation, Betrachtung (Kontemplation)
heyāḥ = zu Vermeidendes, zu Überwindendes, zerstören, zu verringern
tat = deren, dessen, diese
vṛttayaḥ = seelisch-geistige Vorgänge, Wellen, Modifikationen, Trübungen des chitta

 

Meditationsübung: Liebende Zuwendung

„Die Vier unermesslichen Geisteshaltungen“ (im Yoga: parikarmas, im Buddhismus: brahma-viharas).

Alle Wesen

Mögen sie von Feindschaft frei sein.

Mögen sie von übler Behandlung frei sein.

Mögen sie von Sorgen frei sein.

Mögen sie ihr eigenes Glück beschützen.

Mitgefühl

Alle Wesen

Mögen sie von Leiden frei sein.

Mitfreude

Alle Wesen

Mögen sie von ihrem erlangten Glück nicht getrennt sein.

Gelassenheit

Alle Wesen

Sind die Besitzer ihrer Taten (kamma).

Erben ihrer Taten.

Geboren aus ihren Taten.

Welche Taten sie auch immer ausüben

für Gut oder Böse

sie werden die Erben davon sein.

 

                                                            Uebersetzung aus dem Pali